Willkommen bei der

Historischen Schützengarde
St. Michael im Lungau

Die Historische Schützengarde St. Michael ist ein Brauchtumsverein, der 1477 erstmals Urkundlich erwähnt wurde. Die Männer damals nahmen an Kämpfen gegen die einfallenden Türken teil. 1797 wurden auch Feuerschützen rekrutiert. Einige Steinschlossgewehre aus jener Zeit sind noch erhalten. Nebenbei bestanden 1851 auch Prangerschützen. 1852 wurde die Garde genehmigt. 1939 wurde das Schützenkorps aufgelöst. Die damals abgegebenen Waffen, Riemen und Uniformen fand 1954 der Bürgermeister im Keller des Gemeindeamtes.

1970 wurde der Verein wiedergegründet und nennt sich seither „Historische Schützengarde St. Michael“. Das Hauptaugenmerk des jetzigen Vereines liegt im Brauchtum, bei Prozessionen, Festen und Veranstaltungen in der Gemeinde mitzuwirken.

Geschichte der

Historischen Schützengarde
St. Michael im Lungau

St. Michael liegt nördlich des Katschbergpasses, in 1.075 Meter Seehöhe breiten geschützten Talkessel der Mur. Das Aineck und das Kareck umrahmen das Gebiet im Süden, der Speiereck im Norden. Die Kirchensiedlung wird bereits Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Ab dem 14. Jahrhundert wurde die Tauernstraße durch den Ort über den Katschberg wieder stärker begangen und Eröffnete eine Handelsroute zwischen Venedig und Nürnberg, was neben dem Bergbau einen wirtschaftlichen Aufstieg nach sich zog. Bereits 1416 erhielt St. Michael seine Marktfreiheit und 1790 sein Pflegegericht. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die gotische Pfarrkirche, urkundlich 1147 erwähnt, die achteckige Wolfgangskapelle, die bis 1800 eine Gebeinskammer war, 1906 aufgelassenen Friedhofes beherbergte und am Südhang des Speiereck’s die weithin sichtbare Filialkirche zum Hl. Ägidius, 1287 urkundlich erwähnt, mit ihrem Kalvarienberg aus dem Jahre 1706. Im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzungen seit 1797 mussten auch die Gemeinden des Lungaues gemeinsam eine Kompanie stellen. In dieser waren auch Feuerschützen aus St. Michael integriert. Leider sind aus dieser Zeit keine schriftlichen Aufzeichnungen über Uniform und Ausrüstung vorhanden. Erhalten geblieben sind aber einige Steinschlossgewehre aus dem 18. Jahrhundert. Relikte die auf eine lange Tradition der Schützen in St. Michael schließen lassen. Das Bürgerkorps St. Michael wurde jedenfalls am 8. April 1852 unter dem Hinweis auf den Ersatz während des Türkeneinfalles 1478 genehmigt. Von den 50 Männern waren 3 Offiziere, 7 Unteroffiziere und 40 Gemeine. Neben den Nachfolgern bestanden 1851 in St. Michael auch Prangerschützen. Danach schweigen wieder die Quellen und wir sind auf mündliche Überlieferungen angewiesen.

In den folgenden Jahrzehnten reduzierte das „Bürgerkorps“ bis auf wenige Mann, die dann „Himmelschützen“ genannt wurden. Wie es zu diesem Namen kam und wie das Vereinsleben früher war, erzählt Altbürgermeister und Gründungshauptmann Josef Bliem. Seit all diesen Jahren hat sich der Schützenverein St. Michael nicht aufgehört, nur ab und zu gab es eine Unterbrechung, besonders in den Kriegsjahren. Soviel man noch zurückdenken kann, waren bei uns nur 6 Schützen, also 5 Schützen und 1 Kommandant.

Sie konnten deshalb keine Feste veranstalten und wurden auch in andere Gaue zu Festen nie eingeladen. Durch diese Reduzierung und Schwächung konnten sie nur zur Prozessionen den Traghimmel begleiten. Auch keine Salven konnten sie schießen, da die Gewehre als Vorderlader nicht geeignet waren. Dadurch ist auch der Name „Himmelschützen“ entstanden. Am Schluss der Prozessionen haben Musik und Schützen am Marktplatz und vor dem Mesnerhaus gewartet bis der Pfarrer aus der Kirche kam.

Der Pfarrer bedankte sich für die Teilnahme an der Prozession, dann drückte er dem Schützenhauptmann ein Bier Geld in die Hand. Nachmittag dann wie üblich der Samsonumzug. Josef Bliem konnte sich noch auf die Namen der Hauptmänner vor dem Zweiten Weltkrieg erinnern, es waren dies ein Heiß, Peter Kremser, Andre Sampl und zuletzt Sepp Meixner, der 20 Jahre Schützenhauptmann war. 1939 wurde das Schützenkorps St. Michael aufgelöst. Die Waffen mussten beim Bürgermeisteramt abgegeben werden. Josef Bliem berichtet weiter: Als ich im Jahre 1954 zum Bürgermeister gewählt wurde habe ich im Keller in einem Kasten die Schützenuniformen und die 6 Gewehre und Riemen ganz vernachlässigt vorgefunden und sie wieder instand setzen lassen.

Dann habe ich ältere Männer gesucht, so mit siebzig Jahren, darunter Josef Pichler Schneiderbauer in Unterweißburg, der schon früher bei den Himmelschützen war, in der Hoffnung, dass er auch das Kommando übernehmen werde, aber keiner wollte dies und so musste ich das Kommando selbst übernehmen. Am 22. Oktober 1970 erfolgte die Gründungssitzung des jetzigen Vereines, der sich von nun an „Historische Schützengarde St. Michael“ nennt. Hauptmann wurde Ing. Manfred Essl und Obmann Herbert Lankmayr. Unter deren Leitung wurde eine Haussammlung durchgeführt, die Garde eingekleidet und mit Karabiner K98 ausgerüstet. Anlässlich des 500-Jahr-Jubiläums am 22. Mai 1977 fand auch eine Fahnenweihe statt. Die Fahne zeigt auf der Vorderseite das Gemeindewappen und auf der Rückseite zwei gekreuzte Gewehre mit Säbel, eine Bärenmütze und die Jahreszahlen 1477-1797-1977. Fahnenmutter war Erika Essl (Ehefrau von Schützenhauptmann Manfred Essl). Seit 1979 besitzt die Garde ein Schützenheim und einen Schießstand für Zimmergewehre. Hier wird immer an den Montagen im Dezember bis zum Abschießen am Sonntag vor dem Palmsonntag von den Mitgliedern der Schützengarde und den Obmännern der örtlichen Vereine eine Ehrenscheibe, die vom jeweiligen Schützenmeister gestiftet wird, ausgeschossen. Damit beweist die Historische Schützengarde St. Michael, dass sie nicht nur in der Brauchtumspflege, sondern auch in gesellschaftlichen Leben von St. Michael nicht mehr wegzudenken ist.

 

St. Michael liegt nördlich des Katschbergpasses, in 1.075 Meter Seehöhe breiten geschützten Talkessel der Mur. Das Aineck und das Kareck umrahmen das Gebiet im Süden, der Speiereck im Norden. Die Kirchensiedlung wird bereits Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Ab dem 14. Jahrhundert wurde die Tauernstraße durch den Ort über den Katschberg wieder stärker begangen und Eröffnete eine Handelsroute zwischen Venedig und Nürnberg, was neben dem Bergbau einen wirtschaftlichen Aufstieg nach sich zog. Bereits 1416 erhielt St. Michael seine Marktfreiheit und 1790 sein Pflegegericht. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die gotische Pfarrkirche, urkundlich 1147 erwähnt, die achteckige Wolfgangskapelle, die bis 1800 eine Gebeinskammer war, 1906 aufgelassenen Friedhofes beherbergte und am Südhang des Speiereck’s die weithin sichtbare Filialkirche zum Hl. Ägidius, 1287 urkundlich erwähnt, mit ihrem Kalvarienberg aus dem Jahre 1706. Im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzungen seit 1797 mussten auch die Gemeinden des Lungaues gemeinsam eine Kompanie stellen. In dieser waren auch Feuerschützen aus St. Michael integriert. Leider sind aus dieser Zeit keine schriftlichen Aufzeichnungen über Uniform und Ausrüstung vorhanden. Erhalten geblieben sind aber einige Steinschlossgewehre aus dem 18. Jahrhundert. Relikte die auf eine lange Tradition der Schützen in St. Michael schließen lassen. Das Bürgerkorps St. Michael wurde jedenfalls am 8. April 1852 unter dem Hinweis auf den Ersatz während des Türkeneinfalles 1478 genehmigt. Von den 50 Männern waren 3 Offiziere, 7 Unteroffiziere und 40 Gemeine. Neben den Nachfolgern bestanden 1851 in St. Michael auch Prangerschützen. Danach schweigen wieder die Quellen und wir sind auf mündliche Überlieferungen angewiesen.

In den folgenden Jahrzehnten reduzierte das „Bürgerkorps“ bis auf wenige Mann, die dann „Himmelschützen“ genannt wurden. Wie es zu diesem Namen kam und wie das Vereinsleben früher war, erzählt Altbürgermeister und Gründungshauptmann Josef Bliem. Seit all diesen Jahren hat sich der Schützenverein St. Michael nicht aufgehört, nur ab und zu gab es eine Unterbrechung, besonders in den Kriegsjahren. Soviel man noch zurückdenken kann, waren bei uns nur 6 Schützen, also 5 Schützen und 1 Kommandant.

Sie konnten deshalb keine Feste veranstalten und wurden auch in andere Gaue zu Festen nie eingeladen. Durch diese Reduzierung und Schwächung konnten sie nur zur Prozessionen den Traghimmel begleiten. Auch keine Salven konnten sie schießen, da die Gewehre als Vorderlader nicht geeignet waren. Dadurch ist auch der Name „Himmelschützen“ entstanden. Am Schluss der Prozessionen haben Musik und Schützen am Marktplatz und vor dem Mesnerhaus gewartet bis der Pfarrer aus der Kirche kam.

Der Pfarrer bedankte sich für die Teilnahme an der Prozession, dann drückte er dem Schützenhauptmann ein Bier Geld in die Hand. Nachmittag dann wie üblich der Samsonumzug. Josef Bliem konnte sich noch auf die Namen der Hauptmänner vor dem Zweiten Weltkrieg erinnern, es waren dies ein Heiß, Peter Kremser, Andre Sampl und zuletzt Sepp Meixner, der 20 Jahre Schützenhauptmann war.

1939 wurde das Schützenkorps St. Michael aufgelöst. Die Waffen mussten beim Bürgermeisteramt abgegeben werden. Josef Bliem berichtet weiter: Als ich im Jahre 1954 zum Bürgermeister gewählt wurde habe ich im Keller in einem Kasten die Schützenuniformen und die 6 Gewehre und Riemen ganz vernachlässigt vorgefunden und sie wieder instand setzen lassen.

Dann habe ich ältere Männer gesucht, so mit siebzig Jahren, darunter Josef Pichler Schneiderbauer in Unterweißburg, der schon früher bei den Himmelschützen war, in der Hoffnung, dass er auch das Kommando übernehmen werde, aber keiner wollte dies und so musste ich das Kommando selbst übernehmen. Am 22. Oktober 1970 erfolgte die Gründungssitzung des jetzigen Vereines, der sich von nun an „Historische Schützengarde St. Michael“ nennt. Hauptmann wurde Ing. Manfred Essl und Obmann Herbert Lankmayr. Unter deren Leitung wurde eine Haussammlung durchgeführt, die Garde eingekleidet und mit Karabiner K98 ausgerüstet. Anlässlich des 500-Jahr-Jubiläums am 22. Mai 1977 fand auch eine Fahnenweihe statt. Die Fahne zeigt auf der Vorderseite das Gemeindewappen und auf der Rückseite zwei gekreuzte Gewehre mit Säbel, eine Bärenmütze und die Jahreszahlen 1477-1797-1977. Fahnenmutter war Erika Essl (Ehefrau von Schützenhauptmann Manfred Essl). Seit 1979 besitzt die Garde ein Schützenheim und einen Schießstand für Zimmergewehre. Hier wird immer an den Montagen im Dezember bis zum Abschießen am Sonntag vor dem Palmsonntag von den Mitgliedern der Schützengarde und den Obmännern der örtlichen Vereine eine Ehrenscheibe, die vom jeweiligen Schützenmeister gestiftet wird, ausgeschossen. Damit beweist die Historische Schützengarde St. Michael, dass sie nicht nur in der Brauchtumspflege, sondern auch in gesellschaftlichen Leben von St. Michael nicht mehr wegzudenken ist.

Ausrückungen

Programmvorschau für das Kalenderjahr 2019

Juni 2019

16. Juni 2019
Feuer & Stimme in St. Michael

20. Juni 2019
Fronleichnam & Samsonumzug

Juli 2019

27.-28. Juli 2019
Fest am Marktplatz

August 2019

11. August 2019
Frühschoppen der FF-St. Michael

15. August 2019
Samsonumzug am Katschberg

September 2019

29. September 2019
Erntedank & Samsonumzug

Oktober 2019

13. Oktober 2019
Tag des Kameradschaftsbundes

Kontaktanfrage

Kontaktanfrage an die Schützengarde St. Michael

Obmann der Historischen Schützengarde St. Michael im Lungau

Günther Roßmann
E-Mail: obmann@schuetzengarde-stmichael.at

5582 St. Michael im Lungau

ZVR-Zahl: 935498728